Mitteilung aus dem Rathaus zur Digitalisierung

Innovation Day #3 in Frankfurt als öffentlicher Projektabschluss

Am 20. Januar 2026 stand das TechQuartier in Frankfurt im Zeichen der Zukunft der öffentlichen Verwaltung. Beim dritten „Innovation Day“ wurde das abgeschlossene, EU-geförderte Projekt „KI-Speedboat“ der Firma SKAD vorgestellt, an dem mehrere Kommunen aus dem Odenwaldkreis im Jahr 2025 beteiligt waren. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Inhalte des Projekts, der konkrete Mehrwert für die beteiligten Verwaltungen und die Bürgerschaft sowie ein realistisches Zukunftsbild für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz im öffentlichen Kontext.

Beteiligt an dem Projekt waren die Kommunen Lützelbach, Erbach, Oberzent, Bad König, Mossautal, Höchst, Michelstadt und Breuberg. Beim Innovation Day wurde erläutert, welche Fragestellungen die Kommunen im Rahmen des Beratungsprozesses begleitet haben, welche Erkenntnisse gewonnen wurden und wie sich daraus eine strukturierte Roadmap für die kommenden Jahre entwickelt hat. Deutlich wurde dabei, dass es nicht um kurzfristige Techniklösungen ging, sondern um Orientierung, Verständnisschaffung und fundierte Entscheidungsgrundlagen.

Kommunale Perspektive auf der Bühne vertreten

Für die beteiligten Kommunen waren Michael Weyrauch (Gemeinde Lützelbach), Patrick Wamßer (Stadt Bad König) und Florian Krug (Stadt Breuberg) auf der Bühne vertreten. Sie standen stellvertretend für alle beteiligten Städte und Gemeinden und brachten die kommunale Sichtweise in die Darstellung des Projekts ein. Der Fokus lag dabei nicht auf einer Selbstdarstellung, sondern darauf, transparent zu machen, welchen Nutzen der Beratungsprozess für die Verwaltungen und letztlich für die Bürgerinnen und Bürger entfaltet.

Begleitet wurden sie in Frankfurt von weiteren Vertretern aus Mossautal, Erbach und Oberzent, darunter auch Bürgermeister Tassilo Schindler (Gemeinde Lützelbach).

Kostenfreie Teilnahme durch EU-Förderung

Das Programm „KI-Speedboat“ ist vollständig über EU-Fördermittel finanziert und war für die beteiligten Kommunen kostenfrei. Dadurch konnten die Verwaltungen ohne Belastung ihrer Haushalte auf fundierte externe Expertise zurückgreifen und sich intensiv mit einem der zentralen Zukunftsthemen der öffentlichen Verwaltung auseinandersetzen.

Orientierung statt Schnellschüsse: Roadmap als zentrales Ergebnis

Dargestellt wurde zudem, dass es im Projekt bewusst nicht um die schnelle Einführung konkreter Softwarelösungen ging, sondern um eine strukturierte Orientierung im komplexen Themenfeld Künstliche Intelligenz. Die Beratung durch die Firma SKAD half den Kommunen, technische Grundlagen besser zu verstehen, den Markt realistisch einzuordnen, Möglichkeiten und Grenzen abzuwägen sowie Einsatzfelder sinnvoll zu clustern und zu priorisieren.

Als zentrales Ergebnis ist eine „Roadmap“ entstanden, die aufzeigt, welche Entwicklungsmöglichkeiten für den Einsatz von KI im öffentlichen Kontext bestehen und wie mögliche nächste Schritte grundsätzlich aussehen könnten.

Interkommunale Zusammenarbeit als Schlüssel für kleine Kommunen

Das Projekt hat eindrücklich gezeigt, wie wichtig interkommunale Zusammenarbeit insbesondere für kleinere und mittlere Kommunen geworden ist. Komplexe Zukunftsthemen wie Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Datenschutz oder IT-Sicherheit lassen sich kaum noch sinnvoll isoliert bearbeiten.

Durch die gemeinsame Teilnahme am Beratungsprozess konnten Wissen gebündelt, Erfahrungen geteilt und Perspektiven zusammengeführt werden. Diese Zusammenarbeit hat nicht nur die Qualität der Ergebnisse verbessert, sondern auch die Position der einzelnen Kommunen gestärkt: Gemeinsam können sie fachlich fundierter auftreten, besser mit externen Partnern kommunizieren und zukünftige Entwicklungen aktiver mitgestalten. Der Ansatz zeigt deutlich, dass Kooperation zunehmend eine strategische Notwendigkeit für handlungsfähige Kommunen darstellt.

Der Nutzen für Bürgerinnen und Bürger im Mittelpunkt

Besonders betont wurde beim Innovation Day der Mehrwert für die Bürgerinnen und Bürger. Die dargestellten Perspektiven zeigen, dass moderne digitale Unterstützung langfristig dazu beitragen kann, Verwaltungsabläufe effizienter zu gestalten, Bearbeitungszeiten zu verkürzen und Mitarbeitende von zeitintensiven Routinetätigkeiten zu entlasten. Der Gewinn liegt dabei nicht in der Technik selbst, sondern in der Möglichkeit, mehr Zeit für persönliche Beratung, höhere Servicequalität und verlässlichere Abläufe zu schaffen.

Blick in die Zukunft kommunaler Verwaltung

Der „Innovation Day #3“ in Frankfurt war damit nicht nur der Abschluss eines Projekts, sondern zugleich ein Blick in die Zukunft kommunaler Verwaltung: sachlich, verantwortungsvoll, strukturiert und am Nutzen für die Menschen orientiert. Mit den Ergebnissen des abgeschlossenen Beratungsprozesses verfügen die beteiligten Kommunen nun über eine fundierte Grundlage, um kommende Entwicklungen im Bereich Digitalisierung und Künstliche Intelligenz realistisch einzuordnen und künftige Entscheidungen gut vorbereitet zu treffen.