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Großer See

Am Anfang war nichts als ein feuchter Wiesengrund nahe der Mümling. Bereits 1952 wurden im damaligen Kurort König Überlegungen angestellt, den Wiesengrund zu einem Kurpark umzugestalten, um König eine größere Attraktivität zu verleihen. Dabei sollten zwei größere Gewässer geschaffen werden, die allerdings große Erdbewegungen voraussetzten.

Um dieses Vorhaben mit erschwinglichen Kosten realisieren zu können, kam man auf die Idee, einer in Mannheim stationierten Pioniereinheit eine Übungsmöglichkeit für den Einsatz ihres schweren Geräts zu bieten. Die Gemeinde übernahm die Kosten für die Unterbringung und Verpflegung der Pioniere und die Betriebskosten für die Fahrzeuge. Im November 1962 war es dann so weit, die US-Einheit rückte mit ihren Fahrzeugen und Maschinen an.

Doch bereits acht Tage später musste der Einsatz abgebrochen werden, da das schwere Gerät in dem feuchten Boden nicht zurecht kam. Erst im Frühjahr 1963 konnten die Arbeiten fortgesetzt werden, wobei auch die örtliche Baufirma Schwinn-Groß mitwirkte. Aber es dauerte noch bis 1967, bis der Große und der Kleine See mit dem Wasser und Grünflächen und mit den Spazierwegen fertiggestellt waren.

Bis heute ist der Große Kurpark kontinuierlich mit neuen Attraktionen erweitert worden. So gehören heute u. a. ein Restaurant, eine Minigolfanlage, ein Freiluftschach, eine Bocciabahn, eine Kneippkuranlage, der Planetenweg, die Sonnenuhren und Wasserfontänen zu den Sehenswürdigkeiten.

Eine rund um die Seen installierte Wegbeleuchtung sorgt dafür, dass bis 22 Uhr abends an den Seen spazieren gegangen oder gejoggt werden kann. Die zahlreichen Wasservögel z. B. Enten, Perlhühner, Gänse und Pfauen erfreuen zu jeder Zeit Jung und Alt. Und die Angler gehen schon in den frühen Morgenstunden ihrem Hobby nach und müssen oft genug die Frage beantworten "na, schon was gefangen ?". Der insgesamt naturbelassene Kurpark mit seinen beiden fischreichen Seen gleicht einem botanischen Garten. Vom Frühjahr bis zum Spätsommer zeigt er sich in den verschiedensten Blütenfarben mit einem herrlichen Blick auf die Höhen des Odenwaldes.